Traumatisierte Kinder und Jugendliche:
Professioneller Umgang im pädagogischen Alltag

Wer kennt nicht die belastenden Situationen, in denen Kinder oder Jugendliche ausser Kontrolle geraten, verbal oder sogar handgreiflich verletzend ausrasten oder sich völlig zurückziehen?

 

Pädagogische Interventionen funktionieren in diesen Stresssituationen oft nicht so, wie sie von Fachleuten beabsichtigt sind. Die Übererregung und die Symptomatik der Kinder oder der Jugendlichen können zu Eskalationen mit Verletzungsgefahr auf beiden Seiten führen. Oft aus Ohnmacht und Hilflosigkeit passieren Erwachsenen Überreaktionen, die ungute Gefühle hinterlassen.

 

Wenn Kinder und Jugendliche nicht unter Kontrolle zu bringen sind, geraten Institutionen

oft an ihre Grenzen. Die Kinder oder Jugendlichen gelten dann als unführbar bis untragbar. Es kommt zu Ausschlussdrohungen, Beziehungsabbrüchen und zu Umplatzierungen in «strengere» Institutionen statt zu einer Beruhigung und einer konstruktiven Weiterarbeit. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen erleben – häufig nicht zum ersten Mal – dass ihre Umwelt mit ihnen überfordert ist, was sich wiederum hemmend auf ihre weitere Entwicklung auswirkt.

Ziele der Fortbildung

Um bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen mit ihren heftigen und herausfordernden Symptomen kompetent und deeskalierend einwirken zu können, ist es hilfreich zu verstehen, was bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen abläuft, was sich hinter ihren extremen Aktionen und Reaktionen verbirgt und was diese bei Erwachsenen auslösen können.

 

Damit Fachleute aus dem pädagogischen Arbeitsfeld in schwierigen Situationen adäquat reagieren können, wird in der Fortbildung neben dem Vermitteln des erforderlichen theoretischen Wissens vor allem auf eine praxisnahe Umsetzung mit konkreten Hilfestellungen und Übungen für den Arbeitsalltag Wert gelegt.

Arbeitsweise

In beiden Modulen werden neben der Vermittlung von Theorie praktische Beispiele und deren Umsetzung in den Alltag besprochen und eingeübt. Neue Reaktions- und Handlungsmöglichkeiten gegenüber traumatisierten Kindern und Jugendlichen werden erarbeitet. Es bleibt Raum auch für die eigene Psychohygiene und den Umgang mit sich selbst in Stresssituationen.

 

 

Kursdaten 2018

16./17. September 2019 
28./29. Oktober 2019

 

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen (Sozial- und Schulpädagogen) sowie weitere Fachpersonen aus stationären und Tageseinrichtungen.

 

Kursleitung

Udo Schleissinger, Psychotherapeut SPV, Sekundarlehrer, IHP Luzern
Caroline Bischof, Fachpsychologin Psychotherapie FSP, IHP Luzern
Sebastian Zollinger, Fachpsychologe Psychotherapie FSP, IHP Luzern

 

Kosten

CHF 980 für alle vier Kurstage


Online-Anmeldung

Kursausschreibung

Login für Teilnehmer/-innen

ihp luzern

institut für heilpädagogik und psychotherapie

 

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6005 luzern

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